Einige Viren kommen besonders häufig in Behörden vor, wo sie sich über die Netzwerke schnell verbreiten und im Nu alles lahmlegen können. Deshalb haben einige davon auch sehr spezielle Namen wie Druckervirus, Amtsvirus, Behördenvirus oder Aktenvirus.
Für Behörden wie Stadtverwaltungen, Arbeitsämter, Polizei oder Finanzämter ist es deshalb besonders wichtig, sich vor Viren zu schützen, denn dringt einmal einer ein, verbreitet er sich in Windeseile und legt den Betrieb für Stunden lahm. Wenn dabei auch noch Dokumente und Dateien zerstört werden, kann dies für sehr viel Ärger sorgen.

Einer der harmlosesten Viren davon ist noch der Druckervirus, denn dieser sorgt nur dafür, dass sich ein Druckerbefehl an den Drucker ständig wiederholt. Wenn man also nicht aufpasst, oder es nicht mitbekommt, weil der Drucker in einem anderen Raum steht oder man gerade die Rollos an den Fenstern schließen muss, druckt er solange, bis der Toner oder das Papier alle ist. Der Druckervirus kann beseitigt werden, indem man den Drucker deinstalliert und dann wieder neu installiert.

Viel gemeiner ist da der Aktenordnervirus. Er bringt alle Ordner und die darin abgelegten Dateien durcheinander, so dass man keine mehr wiederfindet und ein heilloses Chaos entsteht. Ähnlich verhält sich der Bücherwurm, der sich vorwiegend in der Buchhaltung breit macht. Er verdreht unauffällig ein paar Zahlen, versetzt Kommas um ein paar Stellen und verschwindet dann wieder spurlos.

Besonders kreativ ist der Mobbing-Wurm, denn er verkehrt alle positiven Wörter in Word-Dateien in negative. Sucht man beispielsweise nach Plissee günstig, macht er daraus einfach Plissee teuer. Hat man diesen Wurm entdeckt, kann man ihn ganz leicht vertreiben, indem man einfach nur noch negative Wörter und Bilanzen schreibt, so dass er praktisch nichts mehr zu tun hat. Dann wird er ebenso schnell verschwinden, wie er gekommen ist.